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Der "Deutsche Gruß"

Das deutlich sichtbare Bekenntnis zum Reich Adolf Hitlers

Der Deutsche Gruß ist ohne Einschränkung Gemeingut aller
Deutschen im Großdeutschen Reich geworden. Er wurde von jedem
Wehrmachtangehörigen von heute auf morgen ohne besondere
Ausführungsbestimmungen, ohne exerziermäßiges Üben in tadellos
einwandfreier Form angewandt als Bekenntnis zum Führer, als ein
Bekenntnis zum bedingungslosen Ausharren bis zur siegreichen
Beendigung unseres Schicksalskampfes.

Wir wollen uns in dieser Stunde einmal daran erinnern, daß am 30.
Januar 1933 die schwarz-rot-goldene Fahne der Weimarer Republik
zunächst abgelöst wurde durch zwei Reichsfahnen, die
Hakenkreuzfahne der NSDAP und die alte schwarz-weiß-rote Fahne
von 1871. Als Bekenntnis zur großen politischen Zielsetzung der
NSDAP verschwand die Fahne der Erinnerung an unsere staatliche
Zwischenlösung des zweiten Kaiserreiches, es verschwanden die
Fahnen der deutschen Länder, vor allem die von einer großen
Tradition geheiligte schwarz-weiße preußische Fahne.

(...)

Mit dem Deutschen Gruß ist allerdings die Entwicklung andere Wege
gegangen. Denn er knüpft an ein uraltes germanisches Brauchtum.
Unsere Vorfahren trugen am linken Arm den Schild, in der Rechten
den Speer, den Ger, und sie erwiesen den Gruß durch Emporstrecken
des Armes und Heben der Speerspitze gegen den Himmel. In der Zeit
des Rittertums erhoben sich begegnende Kämpen die Rechte und
öffneten dabei die Hand zum Zeichen, daß sie ohne Waffe in
friedlicher Absicht sich näherten. Und knüpfen nicht unsere
Generalfeldmarschälle an diesen alten deutschen GruB-Brauch an,
wenn sie ihre Soldaten mit erhobenem Marschallstab begrüßen?
Denken wir daran, daß noch zur Zeit Friedrichs des GroBen der
Gruß durch Anlegen der rechten Hand an die Kopfbedeckung
unbekannt war, denn er ist erst ein Kind der Freiheitskriege,
zurückgehend auf eine Kabinettsorder Friedrich Wilhe1m III. vom
4. Mai 1812. Bis dahin wurde gegrüßt durch Hutabnehmen. Die
Offiziere des Großen Friedrich taten so, und das Ablösen durch
Handanlegen war nichts typisch Deutsches, sondern wurde in allen
modernen Heeren im Verlauf des 19. Jahrhunderts eingeführt. Der
Deutsche Gruß dagegen war von Anfang an das sinnfälligste äußere
Zeichen des Bekenntnisses zum Führer und zur großdeutschen
nationalsozialistischen Idee. Die Form des Grußes erinnert
jederzeit an den geleisteten Eid und in der Kampfzeit setzte für
Millionen Menschen seine Anwendung ein hohes Maß von Bekennermut
voraus, ein Aufsichnehmen von Verfolgung, wirtschaftlichem Ruin
und oft genug sogar von körperlicher Züchtigung. In der Ostmark
wurde lange Zeit mit Gummiknüppeln niedergeschlagen, wer dieses
Bekenntnis wagte, mußte die Anwendung des Grußes erzwungen oder
abgetrotzt werden. Auf diese Weise ist der Deutsche Gruß seit
zwanzig Jahren geheiligt durch eigene Tradition, ist seine
Anwendung für jeden einzelnen das deutlich sichtbarste Bekenntnis
zum Reich Adolf Hitlers geworden.




Quelle:

  1. "Wacht im Südosten", Deutsche Soldatenzeitung, 20.8.1944, Nr. 112
    zit. n. Poliakov/Wulf, Externer LinkDas Dritte Reich und seine Diener
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© Jürgen Langowski 2017